Home Begrenzung Horiz 16052005_03 Lettland
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Grafik2
Tag 05

5. Tag: Palanga - Liepaja
Weiterfahrt in Küstennähe durch Sventoje, durch weite Kiefer- und Birkenwälder über die Lettische Grenze und zur Hafenstadt Liepaja (Liebau)
Übernachtung in Liepaja
Hotel Amrita

Strasse Lettland

Tages km

Wetter

Temperatur

88

sonnig und sehr windig

23° C

Das Frühstücksbuffet ist ausgezeichnet. Besonders hervorzuheben ist die Kaltgetränke Auswahl, Selters, diverse Fruchtsäfte, Cola, Sprite usw. sowie der Fruchtteller mit Äpfeln, Birnen, Bananen, Orangen, Weintrauben und sogar frischen Gnubberkirschen! Geht gut ab, denn es scheint draußen schon wieder die Sonne.
Um 09:00 Uhr geht es wieder aufs Fahrrad. Unser Tagesziel ist Liepaja in Lettland, ca. 80 km entfernt. Vorher wollen wir uns aber noch das Bernsteinmuseum ansehen das sich im Schloss des Grafen Tiskiwicz befindet. Das Schloss selbst liegt in dem schönen Botanischen Garten (sehr gepflegt). Leider hat das Bernsteinmuseum geschlossen (Montag). Wir sind enttäuscht. Wir kaufen noch eine Selters und fahren dann durch Kiefernwälder auf einem Radweg, der parallel zur Küste verläuft. Der Strand ist menschenleer.
Gegen 12:00 Uhr erreichen wir den Grenzort Sventoji. Hier machen wir Pause und setzen unser letztes Litauisches Geld( Ltr.) in Eis, Kekse und Getränke um.
Um 13:30 Uhr erreichen wir über die A13 die Grenze. Kein Grenzverkehr, aber die Grenzer sind irgendwie muffelig. Die Passkontrolle ist schnell erledigt und wir können weiter die A11 Richtung Norden fahren. Wir sind jetzt in Lettland!

Typische Landstrasse / Nebenstrasse in Lettland

Altstadt Liepaja
Schloss

Altstadt von Liepaja

Schloss in Palanga

Lettland (LV)
Fläche:
64 590 qkm (etwa wie Bayern)
Einwohner:
2,4 Millionen, rund 58% Letten, 30% Russen,
4% Weißrussen
Hauptstadt:
Riga (745 000 Ew)
Natur:
Größter See: Lubanas (81 qkm)
längster Fluss: Gauja 452 km
höchster Berg: Gaizinkals (312 m)
Währung:
Lettischer Lats (LVL)
100 Santimu (1 Euro = 0,64 LVL)
Religion:
55% protestantisch, 24 % Katholisch, 9% russisch-orthodox
Telefonvorwahl:
Landesvorwahl: 00371

Liepaja (Libau)
Die drittgrößte Stadt war während der Sowjetzeit Militärbasis und für Ausländer gesperrt. Nur langsam erholt sie sich von dieser totalen Isolation, benötigt auch noch viel frische Farbe. Altstadt mit interessanten Jugendstielbauten.
Sehenswürdigkeiten:
Die Dreifaltigkeitskirche, Peters Häuschen - Wohnhaus von dem Zar Peter dem I

Rigas Black Balsam
ist ein dunkler Likör, der seit dem Jahr 1700 aus zahlreichen Zutaten wie Ingwer, Eichenborke, Bitterorangenschalen und Weinbrand hergestellt wird. Man trinkt ihn mit Kaffee oder Wodka gemischt. Lecker!!

Es ist sonnig und die Temperatur beträgt 23° Grad. Die Straße ist gut und nur hinter Nica ein wenig mehr befahren. Der Wind aus NW macht uns zu schaffen. Manchmal werden wir bei Böen, bis auf 11 Std/km runtergedrückt. Die Pausen werden häufiger.
Endlich haben wir es geschafft und erreichen Liepaja um 18:00 Uhr. Im Ort geht es gleich an den ersten Bankautomat um uns mit lettischem Geld zu versorgen. Unser Hotel Amrita liegt direkt hinter der Kanalbrücke und ist wieder ein 4 Sterne Hotel. Die Fahrräder landen diesmal im Keller. Stadtbesichtigung mit Abendessen ist angesagt. Die im Reiseführer beschriebenen schönen Kirchen und Sehenswürdigkeiten sind nicht mehr geöffnet, wir beschließen den Besuch morgen früh nachzuholen.
Wir finden ein schönes Restaurant, können draußen sitzen und in Ruhe unser Abendessen einnehmen. Das erste Lettische Bier schmeckt lecker! Dunkelbier.
Ansonsten ist der Ort nicht sonderlich interessant. Wir gehen deshalb zum Hotel und nehmen in der Hotelbar unseren Schlummertrunk, Riga Black Balsam und ein Bier, Eva Kaffee. Damit geht ein anstrengender Tag zu Ende.

5 Tag Voucher

Unsere Hotelübernachtungen waren alle von Schnieder Reisen vorgebucht.
In den Reiseunterlagen war, neben der Streckenbeschreibung, Stadtplänen und einem DUMONT Reiseführer, auch ein Heft mit Hotelgutscheinen. Das war enorm praktisch. Abgeben und fertig.

Tag 06

6. Tag: Liepaja - Kuldiga
Über Azipute (Hasenpoth, Burgruine) in das Herz von Kurland, nach Kuldiga (Goldingen)
Übernachtung in Kuldiga
Hotel Jana Nams ***

Tages km

Wetter

Temperatur

103

sonnig

23° C

Wiese

Sommer in Lettland

Aizpute (Hasenpoth)
Das charmante Städtchen liegt etwa 50 km von Liepaja entfernt an dem Fluss Tebra. Auch hier gibt es eine verfallene Ordensburg.
 

Gustav_1

Günter nach 70 km Strecke

Hotel

Unser Frühstück, auch wieder ein Buffet, einfach super!
Beim Abfahren merken wir schon die kommende Sonne.
Wir fahren noch mal in die Stadt um uns die Highlights des Ortes, die Annenkirche, die Dreifaltigkeitskirche und das Peterhaus anzusehen. Interessant, die Markthalle. Hier drängeln sich schon die Hausfrauen. Ein Superangebot an Fleisch, Fisch, Gemüse und anderen Köstlichkeiten.
Hinter dem Peterhaus sehe ich ein Fahrradgeschäft und lasse meine Gangschaltung einstellen. Die Schaltung am großen Kranz funktionierte nicht mehr optimal. Routine für den Mechaniker, der für diese Arbeit kein Geld haben will. Kleines Trinkgeld in die Hand für den kleinen Dienst.
In der Touristeninfo erstehe ich noch eine Karte im Maßstab 1: 200 000 (1,80 Lts = 0,52 EUR), denn die Karte vom Reisebüro hat den Maßstab 1:500 000 und ist doch manchmal etwas ungenau.
Um 10:15 Uhr geht es dann in Richtung Nordosten weiter über Feldwege (Sandweg), Richtung Kuldiga, dem nächsten Etappenziel. Unterwegs fahren wir durch das kleine Dorf Tasi, bestehend aus einem alten Gut, leider ein wenig verkommen, aber sehr schön am kleinen See gelegen. Nach einiger Zeit treffen wir dann auf die P112, die in nordöstlicher Richtung, bei leicht hügeliger Landschaft zum Ort Aizpute führt. Hier essen wir Pfannkuchen und trinken wir erst mal etwas. Die Wirtin versteht auch deutsch. Im kleinen Markt decken wir uns noch mit 1,5l Selters und 0,5l O-Saft ein. Das reicht dann auch bis Kuldiga. Die Getränke teilen wir in unsere Trinkflaschen auf.
Es ist 15:30 Uhr und wir müssen wir jetzt noch 40 km bewältigen. Aber auch heute sind, aufgrund des seitlich kommenden Windes, die letzten km ziemlich schwer. Aber so schlimm kann es nicht sein, denn Eva steuert noch einen Waldfriedhof an, der im Reiseführer ausgewiesen ist.
Um 19:00 Uhr sind wir dann im Hotel Jana Nams. Unsere Fahrräder landen in der Garage, wir bekommen ein riesiges Apartment mit Wohnzimmer, Küche und Schlafzimmer. Das Abendessen nehmen wir im Hotel ein. Mit uns ist auch eine Fahrradgruppe von Wikinger Reisen (Opa Tour‘s, das Gepäck wird im Auto transportiert.) im Hotel untergebracht. Eine geführte Tour von Tallinn nach Klaipeda.

Kuldiga (Goldingen)
In Kuldiga sieht es so aus, als sei hier vor hundert Jahren die Uhr stehen geblieben. Die Stadt mit
13.000 Einwohnern, ist die einzige in Lettland, in der die hölzerne Bebauung aus dem 18. und 19. Jh erhalten ist. Sehenswerte Häuser in der Altstadt. Die Stadt liegt am Fluss Venta, den besten Blick auf die imposanten, 110 m breiten Stromschnellen, hat man von der alten Venta Backsteinbrücke.

Haltestelle

Pause an der Bushaltestelle

Hotel Jana Nams in Kuldiga

Tag 07

Um 07:00 Uhr ist wieder wecken. Nach einem guten Frühstück und Informationsaustausch mit den Teilnehmern der geführten Gruppe, drehen wir noch eine Runde durch den Ort um dann über die längste Backsteinbrücke Europas, den Fluss Vento zu überqueren. Von der Brücke hat man einen schönen Blick auf die Stromschnellen Ventas Rumba.
Hinter dem Ort geht es dann auf die P120 Richtung Remda. Es ist noch bewölkt, aber schon gut warm. In Remda sind laut Reiseführer Wasserfälle zu sehen. Wir entdecken nur ein Rinnsal. Die einzige Kneipe ist leider geschlossen, so dass wir am Kiosk in der Dorfmitte landen und uns dort etwas zu trinken kaufen. Neben dem Kiosk stehen Tische und Stühle, die wir für unsere Pause nutzen.
Im nächsten Ort Sabile soll es Weinberge geben, die wir aber nicht finden. Wir durchfahren den Ort und landen dann in der größten Mittagshitze in Kandava. Hier pausieren wir am Markt.
Von Kandava können wir noch ca. 5 km Nebenstraße fahren, müssen dann aber auf die viel befahrene A10/E22 abbiegen. Der Belag ist gut und der Wind kommt von hinten, so dass wir gut vorankommen. Nach 20 Minuten haben wir die 10 km geschafft und können links wieder auf eine Nebenstrasse abbiegen. Hier lässt es sich besser radeln und es ist um einiges leiser.
Gegen 16:30 Uhr erreichen wir Tukums. Eine typische Lettische Kleinstadt. Das Hotel ist schnell gefunden, denn es gibt hier nur zwei Hotels. Es ist das Hotel Arka und liegt in der Stadtmitte, in der Pils iela. Wir werden schon erwartet. Unsere Fahrräder können wir neben der Rezeption im 1. Stock abstellen. Das Zimmer liegt hinten raus und ist ok. Wir genehmigen uns erst mal im Biergarten einen Drink. Danach Rundgang durch die etwas farblose Stadt. Das Abendessen nehmen wir in unserem Hotel im Biergarten ein. Das Essen ist gut und sehr reichhaltig und wie üblich mit viel Knoblauch versehen.
Als letzte Gäste verlassen wir den Biergarten. In dem Restaurant, das im Gewölbekeller untergebracht ist, ist aber noch ganz schön was los. Wir aber ziehen es vor, langsam ins Bett zu gehen.

Stromschnellen

7. Tag: Kuldiga - Tukums
Fahrt durch das Kurland über Sabile (nördlichster Weinberg der Welt), Kandava (Altstadt aus dem 19. Jahrhundert) nach Tukums.
Übernachtung in Tukums
Hotel Arka

Tages km

Wetter

Temperatur

96

meist sonnig

24° C

Stromschnellen bei Kuldiga, Ventas rumba

Brücke

Backsteinbrücke in Kuldiga

Pause

Kandava Marktimbiss

Hotel

Hotel Arka

Tag 08

Das Frühstück nehmen wir im Esszimmer ein, diesmal kein Frühstücksbuffet, wohl wegen der wenigen Übernachtungsgäste. Neben uns sind noch zwei Tische besetzt/gedeckt. Das Frühstück ist aber auch gut.
Wir verlassen Tukums in Richtung Jurmala und sehen uns gleich hinter dem Ort, das kleine Schloss ‚Durbes Pils‘ an. Von da aus ca. 4 km über einen Sandweg zum Herrenhaus Slokenbeka.
Eine riesige, sehenswerte Anlage.
Auf der Landstrasse geht es dann weiter Richtung Klapkalncliems durch den Kemeru Nationalpark. Kurz vor dem Dorf Klapkalncliems kommt leichter Regen auf. Wir ziehen unsere Regenjacken an. Nach ca. 10 min. hört der Regen auf. Der Wind kommt heute von hinten und wir kommen schnell auf der Küstenstraße P128 in den Ort Ragaciems, der an Riga Bucht liegt. Hier kaufen wir uns Räucherfisch. Im Minimarkt ein Brot sowie Getränke und machen dort im Garten Pause. Weiter geht es an der Küste entlang. Wir durchfahren viele Fischerdörfer bis zu unserem Ziel Jurmala, der Badeort von Riga. Von dort wollen wir mit dem Zug weiter, weil die Strasse nach Riga sehr befahren ist. Aber der Weg bis Jurmala zieht sich endlos. Wir kommen an wunderschönen alten Holzhäusern vorbei. Einige sind schon renoviert. In Jurmula fahren wir als erstes zum Bahnhof um uns zu erkundigen, wann der nächste Zug nach Riga fährt. Er fährt 15:20 Uhr, so dass noch eine Runde durch den Ort und eine Kaffeepause bleibt.

Gutshaus

Herrenhaus Slokenbeka

8. Tag: Tukums - Riga
Per Rad über Kilzkalne (Schloß) in den Kameru Nationalpark. Weiterfahrt entlang der Küste in den alten Badeort Jurmala. Von hier kurze Bahnfahrt in das Zentrum von Riga.
Übernachtung in Riga
Hotel Konventhof

Tages km

Wetter

Temperatur

54

unterschiedlich bewölkt, vereinzelt Schauer

21° C

Herrenhaus Slokenbeka
Dieses Anwesen stammt aus dem 15. Jh und diente den Mitgliedern der oberen Gesellschaftsschicht als Zufluchtsstätte in Kriegszeiten. Heute ist darin angegliedert ein Museum für Straßenbau.
Jurmula
Reisende aus dem Ausland haben den 30 km langen Sandstrand von Jurmala in den 30 er Jahren zur „Baltischen Riviera“ erklärt. Das 20 km westlich von Riga gelegene Jurmula war bereits ein international renommierter Kur- und Badeort. Von dieser Blütezeit zeugen in den Ortsteilen Mojori, Dubulti und Dzintari noch viele mit aufwendigen Schnitzereien verzierte Holzvillen in der Bäderarchitektur der damaligen Zeit. Viele werden z. Z. saniert.

Eva

Am See Valguma, Kemeru Nationalpark

Wir sind ein wenig aufgeregt, denn die Frage, wie lange der Zug hält, ob wir in dieser Zeit unsere Fahrräder und Gepäck verladen können, bleibt offen. Wir nehmen unser Gepäck von den Fahrrädern und warten auf dem Bahnsteig. Endlich ist der Zug in Sicht und beim Halt steigen zuerst die Zuggäste aus, dann die Reisenden in Richtung Riga ein. Ein Gedrängel! Dann kommen wir mit den Rädern dran. Eva nimmt im Zug als erstes ihr Rad und dann das Gepäck in Empfang. Dann mein Fahrrad und dann das Gepäck. In der Zwischenzeit ist aber ein Fahrgast mit seinem Fahrrad vor dem Ausstieg hängen geblieben, weil er aufgrund unserer Ladetätigkeiten, nicht zum Ausstieg durchkam. Hat wohl die Station zum Aussteigen verschlafen. Plötzlich fährt der Zug los. Leider muss der Fahrgast eine Station weiter fahren. Unsere Fahrräder stellen wir parallel zu der letzten Sitzreihe. Passt ganz gut, denn die Wagen und Schienen haben das breite, russische Format.
In einigen Stationen steigen Blaubeerensammlerinnen ein. Es duftet im ganzen Abteil nach Blaubeeren!! Nach ca. 30 Minuten haben wir die Lettische Hauptstadt Riga erreicht und halten auf dem Hauptbahnhof. Das Aussteigen gestaltet sich auch sehr schwierig, wir werden fast von den Einsteigern überrannt. Vor dem Hauptbahnhof orientieren wir uns erst mal anhand des mitgelieferten Stadtplanes, um dann das Hotel aufzusuchen.
Hauptstadt und alte Hansestadt Riga, Großstadtflair!
Unser Hotel liegt in der Innenstadt. Ein altes Kloster, zum Hotel umgebaut. Die Zimmer / Appartements liegen in den Gebäuden des alten Klosterhofs. Unsere Fahrräder landen im Gepäckraum. Wir bekommen ein  Appartement mit Küche. Sehr gut und ruhig.
Für Riga sind zwei Tage vorgesehen. Wir beschließen deshalb uns erst mal mit einer kleinen Erstausstattung von Obst und Getränken zu versorgen. Als raus, einen Markt suchen. Leider gestaltet sich die Suche sehr schwierig, wir müssen lange gehen um einen Markt zu finden. Unterwegs erkundigen wir uns noch über eine mögliche Stadtrundfahrt. Und wie das so ist, links, rechts, rechts usw., wo ist unser Hotel geblieben? Der Stadtplan natürlich im Zimmer.
Aber nach einiger Sucherei finden wir unser Hotel. Dann das Übliche, Duschen, Umziehen und los. Auf in die Altstadt von Riga. Nach einem kleinen Gang, finden wir ein kleines Restaurant und lassen es uns gut schmecken. Gut wieder das schwarze Knoblauchbrot als Vorspeise (--,50L = 0,14 EUR). Ich nehme ein Steak und Eva einen Lachsspieß. Sehr gut!
Auf dem Domplatz sammeln sich Trachtengruppen. Wie wir erfahren, endet heute die Veranstaltung Riga 2003. Ein Sängerfest. Wir erleben noch eine tolle Veranstaltung mit Gesang und Tanz der vielen angereisten Gruppen aus dem Baltikum.
Ein langer Tag geht zu Ende.

Holzhaus

Jurmula, Holzhäuser nach Art des Zaren

Bahnhof

Riga Hauptbahnhof

Hotel

Hotel Konventhof, Riga

Tag 09

9. Tag: Riga
Gelegenheit zur Besichtigung der Rigaer Altstadt mit dem Dom, dem Schwedentor, der Petri Kirche und dem Jugendstilhäusern in der Neustadt.

Tages km

Wetter

Temperatur

0

unterschiedlich bewölkt, vereinzelt Schauer

21° C

Riga
Es ist unmöglich alle Sehenswürdigkeiten aufzuzählen. Riga bietet so viel, daß min. 4 Tage einzuplanen sind. Wir haben trotzdem einen schönen Eindruck bekommen.
Hier die Sehenswürdigkeiten:

1   Freiheitsstatue
2   Dom St. Marien
3   Jüdisches Museum
4   Pulverturm
5   Freilichtmuseum
6   Okkupationsmuseum
7   Große und Kleine Gilde
8   Schwarzhäupterhaus
9   Motormuseum
10 Ordenschloss
11 Schifffahrtmuseum
12 St. Jakobi Kirche
13 Petrikirche
14 Die drei Brüder
15 Museum der schönen Künste
16 Jugendstilhäuser

Riga, die pulsierende Stadt mit ihren 940.000 Einwohnern an der Mündung der Daugava
gelegen, ist die Seele der lettischen Nation. Im Jahre 2001 hat Riga das 800. Jubiläum seiner Gründung gefeiert. 1997 wurde das historische Zentrum Rigas von der Unesco als Weltkulturerbe anerkannt.

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Jugendstilhaus

Dom

Dom St. Marien

Im Restaurant des Hotels gibt es Frühstück, ein sattes Buffet. Wir stärken uns für die geplante Stadtrundfahrt. Am Schwarzhäupterhaus startet die deutschsprachige Führung. Mit dem Bus geht es über den Fluss Daugava zu den weiter entfernten Sehenswürdigkeiten. Danach Rundgang mit der jungen Reiseführerin (Studentin) durch die Altstadt. Hier werden uns die Highlights der Altstadt gezeigt und erläutert. Um 13:00 Uhr endet die kompetente Führung. War sehr gut!
Jetzt machen wir erst mal Pause an der Skunu iela, in einen der vielen Lokale, wo man wunderschön draußen sitzen kann. In aller Ruhe können wir hier unsere ersten Grußkarten schreiben.
Nach der kleinen Pause wollen wir uns in der Stadt weiter umsehen. Als nächstes ist die Maria Magdalenen Kirche dran, dann der Dom mit Turmbesteigung (Fahrstuhl). Eine tolle Aussicht über die Altstadt Riga und Umgebung. Lohnt sich.
Hier buchen wir auch gleich ein Orgelkonzert für den Abend um 19:00 Uhr. Doch leider ist das Orgelkonzert nicht so unser Ding, ziemlich modern.
Danach Abendessen und dann lassen wir den Abend langsam ausklingen.

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Gildehaus am Rathausplatz

Tag 10

Also, aufstehen, duschen, erste Sachen packen und dann erst mal zum Frühstück. Hätten wir lieber nicht machen sollen, denn das Restaurant ist heute proppe voll. Ein Bus mit Amerikanern reist ab und alle wollen noch schnell frühstücken.
Es geht es wieder zum Bahnhof, denn wir wollen mit dem Zug raus aus der Stadt, nach Sigulda. Leider fährt der nächste Zug erst um 12:51 Uhr. Eva ist stinksauer, weil wir jetzt 1:45 Std warten müssen. Wir haben doch Urlaub!!
Wir haben viel Zeit und können jetzt in Ruhe den Weg zum Abfahrtsgleis auskundschaften. Total verzwickt, hätten wir nie auf die Schnelle gefunden. Gleis 12a liegt bei Gleis 1 und nicht wie angenommen, hinter 11. Endlich kommt der Zug. Er wird hier in Riga eingesetzt, so dass wir genügend Zeit zum Einladen der Fahrräder haben. Ein netter Junge hilft uns. Von Station zu Station füllt sich der Zug. Diesmal steigen Pilzsammler mit ihren vollen Pfifferlingskörben zu. Nach 1:20 Std Bahnfahrt sind wir in Sigulda.
In der nächsten Bar legen wir unseren weiteren Plan fest. Besichtigung der Kirche, Schloss und Burgruinen in Sigulda. Dann über die A2 ein Stück (20km) weiter über Ligatne, Karli nach Cesis.
Leider haben wir Pech in Sigulda, die Kirche ist geschlossen wegen einer Hochzeit und auf dem Schlossgelände finden Vorbereitungen für ein Rockkonzert statt. Es ist abgesperrt. Zur Burg geht eine Strasse mit 21% Steigung bergauf. Dankend verzichten wir auf den Burgbesuch.
Eva will jetzt 50 km Nebenstrasse fahren, obwohl es schon relativ spät ist und wir in der Bar gemeinsam die Route über die A2 festgelegt hatten.
Kleine Meinungsverschiedenheit ! ???
Schließlich und vernünftigerweise fahren wir doch die A2 und kommen gut voran. In Augusligatne geht es dann links ab von der A2. Bis Lingnathe haben wir gute Strasse. Hier können wir eine alte Papierfabrik aus dem 17. Jahrhundert, ganz aus Backstein, mit den dazugehörigen Arbeiterhäusern bewundern. Am Ende des Ortes machen wir noch mal an einem Minimarkt halt, trinken etwas und fragen noch mal nach dem Weg.
Ab jetzt geht es durch den Gauja Nationalpark. Die Straße ist asphaltiert mit grobem Splittbelag. Wir biegen links in einen Waldweg ein, um an den Fluss Gauja zu kommen.
Die Gauja fließt hier inmitten einer herrlichen Landschaft durch rote Sandsteinfelsen. Wir landen an einem Sandstrand und sind überrascht, denn hier campen diverse Leute und fahren mit ihren abenteuerlichen Schlauchbooten auf und ab. Wir genießen die tolle Aussicht, halten noch ein kleines Schwätzchen mit den Campern, müssen dann aber wegen der vielen Mücken flüchten.
Leider wird der Weg, jetzt ein Sandweg, nicht besser. Er steigert sich mit vielen Querrinnen und diversen Steigungen. Sehr anstrengend. Wir müssen etliche Male aus dem Sattel, werden aber immer wieder durch die schönen Landschaftsbilder belohnt. Über Karli erreichen wir dann nach 10 km Cesis.
Unsere Unterkunft liegt etwas außerhalb des Ortskerns und entpuppt sich als eine B+B Unterkunft. Die Zimmer sind aber ok. Mit dem Fahrrad fahren wir dann in die Innenstadt und landen in einem Imbiss. Hier essen wir erst mal die Karte rauf und runter.
Um 22:45 Uhr sind wir dann wieder im Zimmer. Guter, ruhiger Schlaf. Na ja, hat auch Vorteile so eine abseits gelegene Unterkunft.

aus dem Sattel

Bauernahus

Lettisches Bauernhaus

Burg

Ordensburg

10. Tag: Riga - Cesis
Zunächst per Bahn von Riga nach Sigulda (Segewold, Burg Turaida). Weiter per Rad durch den Gauja - Nationalpark nach Cesis (Wenden)
Übernachtung in Cesis
Hotel Martins

Tages km

Wetter

Temperatur

62

meist sonnig

23° C

Bahngleis

Auf dem Bahnsteig von Sigulda

Schloss

Schloss in Sigulda

Gauja-Nationalpark
Seit dem Abschmelzen der eiszeitlichen Gletscher hat der Fluß Gauja ein landschaftlich einzigartiges Urstromtal ausgeformt. Schluchten, Höhlen, Sandstein- und Dolomitfels machen den 920,5 qkm großen Gauja-Nationalpark zum schönsten Naturgebiet Lettlands. Die Gauja fließt auf einem Fünftel ihrer Gesamtlänge (452 km) in einem weiten, bis zu 85 m tiefen Tal.

Gauja

Gauja

Cesis
Die Stadt hat 20.000 Einwohner und ist eine ehemalige Hansestadt, von hier aus hat man sehr gute Möglichkeiten den Gauja -Nationalpark zu erkunden. Sehenswert ist die Festung der alten Ordensburg aus dem Jahre 1209.
Im benachbarten Schloss, aus dem 1800 Jh befindet sich jetzt ein Museum.

Tag 11

11. Tag: Cesis - Valmiera
Vormittags Erkundungsrundgang durch Cesis (Ordensruine, Schloss, Johanniskirche, Altstadt). Nachmittags Weiterfahrt durch den Gauja Nationalpark nach Valmiera.
Übernachtung in Valmiera
Hotel Wolmar

Tages km

Wetter

Temperatur

41

unterschiedlich bewölkt

24° C

Donnerwetter, als wir um 08:45 Uhr in den Frühstücksraum kommen, sitzen da schon zwei, also sind wir doch nicht die einzigen Gäste. Das Frühstück ist ok, alles da. Wir wollen noch vor der Weiterfahrt den Ort besichtigen, alte Häuser, Kirchen, Schloss und Burgruine. Unsere Fahrräder stellen wir an der kleinen Polizeistation ab, in der Hoffnung, dass sie da sicher stehen.
Die Burg ist schon ziemlich verfallen, wir bekommen für den Aufstieg zum Turm eine Lampe mit Kerze gereicht. Brauchen wir auch, denn der Aufstieg in den Turm gestaltet sich überdie enge Wendeltreppe und der Dunkelheit ein wenig gefährlich. Aber die gute Aussicht entschädigt  dann alles.
Nach einem Drink in dem Imbiss vom gestrigen Abend, fahren wir gegen Mittag auf der P20 weiter nach Valmiera. Unterwegs nichts Aufregendes bis auf einen kleinen Flugplatz mit Oldtimerflugzeugen und die riesige Baustelle.
Gegen 15:30 Uhr kommen wir in Valmiera an und fahren über die große Steinbrücke, die den Fluss Gauja überquert. Hinter der Brücke machen wir noch mal Pause in einer kleinen Gaststätte. Hier haben wir von der Terrasse einen Superblick auf den gewaltigen Fluss.
Unser Hotel ‚Wolmar‘ ist ein ***Hotel. Nach dem Duschen und einem kleinen Schläfchen machen wir einen Stadtgang. Das Abendessen nehmen wir in einem kleinen Restaurant, der SIA „Kantine B“ ein, ein Geheimtipp vom Preis und schönem Blick auf den Park.
Der Preis für:
1 Lachs mit Kohlgemüse
1 Putenschnitzel mit gebackenen Kartoffeln
2 Salat
2 Bier 0,5l
1 Wein rot
1 Mineralwasser
1 Nachtisch
1 Kuchen
4 Riga Balsam
6,85 LAT = 10,21 EUR

Nach dem Essen machen wir noch einen ausgedehnten Spaziergang am Fluss entlang zu den Stromschnellen. Unterwegs beobachten wir Biber in der Dämmerung.
Um 23:30 Uhr landen wir dann im Bett

Polizei

Polizeistation in Cesis

Holzhäuser

Alte Holzhäuser in Cesis

Hinderniss Abend

Baltikum

 

Litauen

Kleine Hindernisse, Baustelle!

Estland

Karte

Abendstimmung an der Gauja

Infos