Home Begrenzung Horiz 16052005_03  Litauen
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Grafik2
Tag 02

2. Tag: Ankunft Klaipeda
Ankunft Klaipeda gegen 14:00 Uhr,
Pass- und Zollformalitäten bis ca. 15:00Uhr und
kurze Fahrt zu ihrem Hotel.
Übernachtung in Klaipeda
Hotel Klaipeda

Haff

Tages km

Wetter

Temperatur

28

meist sonnig

24° C

Irgendwie war der Schlaf wohl doch nicht so gut, denn wir sind beide noch nicht so gut drauf. Das Frühstück lässt auf sich warten. Erst werden die Lkw-Fahrer versorgt, dann die restlichen Passagiere. Für die Passagiere gibt es erst um 09:00 Uhr Frühstück. Vor der Restauranttür bildet sich langsam eine Schlange. Punkt 09:00 Uhr wird aufgeschlossen. Wir werden aber entschädigt mit einem tollen Frühstücksbuffet nach Litauischer Art. Neben der Marmelade, Aufschnitt, Käse, Eier gibt es Lachs, Räucherfisch, Grillwurst, Speck und Pommes. Das Frühstück ist im Fährpreis mit inbegriffen. Danach genießen wir noch ein wenig die Sonne auf dem Oberdeck. Nach und nach kommt die Küste in Sicht und gegen 13:00 Uhr passieren wir die Einfahrt nach Klaipeda. Vorgelagert vor dem Ort ist die Nehrung, so dass wir links das Festland mit den Hafenanlagen sehen und rechts die bewaldete Nehrung haben.
Um 14:00 Uhr legen wir an. Wir können erst von Bord nach dem die Laster weggefahren sind. Wir folgen den ausfahrenden Autos und landen dann an der Pass- und Zollkontrolle. Aber irgendwie sind wir hier falsch und werden zu einer anderen Kontrollstation geschickt. Hier ist alles ok, Stempel in den Reisepass, das war‘s.
Wir sind in Litauen!

Kurische Nehrung bei Nidden

Gustav Eva

Litauen (LT)
Fläche:
65 300 qkm
Einwohner:
3,4 Millionen, rund 83,4% Litauer, 6,7% Polen,
6,3% Russen, 1,2% Weißrussen, 2,4 sonstige
Hauptstadt:
Vilnius (542 287 Einwohner)
Natur:
Größter See: Druksiai (4500ha);
längster Fluss: Nemunas (Memel, 937 km)
höchster Berg: Juozapines (293 m)
Währung:
Litauische Litas (LTL)
100 Centas (1 Euro = 3,45 LTL)
Religion:
80 % Katholisch,
Telefonvorwahl:
Landesvorwahl: 00370

Altstadt von Klaipeda

Altstadt

Sonnen an Oberdeck

Wir fahren jetzt Richtung Süden, denn der Fährhafen liegt am untersten Zipfel der Stadt Klaipeda, die sich wie ein langer Schlauch entlang des Haffs zieht. Nach einiger Zeit passieren wir eine Brücke und fahren dann Richtung Norden um in die Stadt zu kommen. Leider verfransen wir uns und fahren nicht mehr den optimalen Weg zum Hotel. Auf dem Stadtplan, den wir zur Orientierungshilfe vom Reisebüro bekommen haben, ist leider nur der Innenstadtbereich drauf.
Um 15:30 Uhr haben wir das Hotel Klaipeda erreicht. Es ist zu unserer Überraschung ein 4-Sterne Hotel. Das Zimmer ist sehr gut, aber leider müssen wir die Fahrräder auf einem bewachten Parkplatz abstellen. Wir müssen es schlucken und sichern die Fahrräder mit zwei Schlössern. Im Hotel eigenen Bankautomat versorgen wir uns erst mal  mit Litauischem Geld (Litas, Ltl).
Danach geht es in die Stadt. Hier klappern wir systematisch, nach Reiseführerbeschreibung, alle Sehenswürdigkeiten des Ortes ab. Nur unterbrochen durch kleine Bierpausen. Unser Abendessen nehmen wir in einem kleinem Lokal ein, das direkt am Fluss Dane liegt. Hier hat auch ein alter Dreimaster seinen Liegeplatz bekommen. Vom Lokal aus können wir einer Kapelle lauschen und den Tänzern zusehen, alles Open Air.
Um 23:15 Uhr werden wir langsam müde und trollen uns ins Hotel.

Einfahrt in den Hafen von Klaipeda

Theaterplatz

Theaterplatz mit dem Simon-Dach-Brunnen

Klaipeda (Memel)
Klaipeda (Memel) mit über 200.000 Einwohnern ist als bedeutender Fähr- und Handelshafen, Litauens Tor zur Welt. Für viele ihrer Gäste ist die quirlige Stadt auch günstiger Ausgangspunkt für Ausflüge auf die Kurische Nehrung, in das 25 km nördlich gelegene Seebad Palanga, oder zu den Sehenswürdigkeiten im Hinterland. Die aufstrebende Hafenstadt, die im 13. Jahrhundert von den Rittern des Schwertbrüderordens gegründet wurde, birgt in ihrer restaurierten Altstadt viele alte Häuserzeilen, die an ihre große Zeit als Handelsplatz und Zentrum des Handwerks erinnern. Durch die Stadt fließ der Fluss Dane, der hier in das Kurische Haff mündet. Gegenüber von Klaipeda liegt der Nationalpark Kurische Nehrung.
Sehenswertes in Klaipeda:
Theaterplatz mit der Symbolfigur des alten Memel, dem Ännchen von Tharau. Markthalle, Alte Post, Grüne Apotheke, Alter Speicher, Hauptpostamt.

Tag 03

3. Tag: Klaipeda - Nidden
Vormittags Gelegenheit zu einem Bummel durch die Altstadt. Anschließend Fahrt auf der Kurischen Nehrung über Schwarzort, Perwelk und Preil nach Nidden
Übernachtung in Nidden
Hotel Nidas Smiltje

Tages km

Wetter

Temperatur

49

meist sonnig, abends Gewitter

25° C

Hafen

Fährhafen in der Flußmündung Dane

Skulpur

Das Frühstücksbuffet in der riesigen Halle des Hotels ist ausgezeichnet. Wir genießen es.
Unser heutiges Programm führt uns auf die Kurische Nehrung zu dem 50 km entfernten Nida.
Um 10:00 Uhr holen wir unsere Fahrräder vom Parkplatz wieder ab (sind noch da) und löhnen dafür 3 Ltr = 0,87 EUR. Um auf die Nehrung zu kommen, müssen wir mit der Fähre übersetzen.
Der Fährhafen liegt in der Flussmündung der Dane. Die Überfahrt nach Smitlyne auf der Nehrung ist kurz, bietet aber eine schöne Aussicht auf die Stadt Klaipeda. Mit uns fahren diverse Badegäste, denn auf der anderen Seite der Nehrung befindet sich der Badestrand von Klaipeda. Im Fährhafen von Smitlyne bieten alte Omis ihre Waren, wie Knoblauchbrot, Honig, Früchte und Selbstgestricktes an. Wir orientieren uns kurz und fahren dann den Strandweg Richtung Nida. Es geht durch Kiefernwälder und durch die wunderschöne Dünenlandschaft. Das Meer immer zu unserer rechten Seite, leider hinter den Dünen. Über Holztreppenaufgänge ist es leicht zu erreichen. Unterschiedliche Badestellen sind ausgewiesen. FKK, gemischter Strand, Hundestrand usw.
Unterwegs treffen wir auch die Fahrradgruppe, eine organisierte Tour, die ,Kurische Nehrung‘ gebucht hat. Es sind ca. 20 Personen auf Leihfahrrädern. Man kennt sich schon von der Fähre.
Es ist mittlerweile sehr heiß geworden und der Weg wird immer beschwerlicher (Sandweg). Wir biegen links ab um auf die Hauptstrasse zu kommen, müssen aber einen kleinen Hügel nehmen, der uns aus dem Sattel zwingt. Dann geht es auf der Hauptstrasse weiter zum Fischerort Joudkrante. Hier bieten viele Häuser Räucherfisch (Zuvis) an. Wir machen erst mal Pause und probieren Zander, Pfannkuchen, Selters, 0,5l Bier und einen Cappuccino für 26 Ltr = 7,54 EUR. Mit der Kursumrech-
nung haben wir immer noch Probleme.
Im Ort Joudkrante befindet sich auch der Hexenberg mit seinen 83 geschnitzten Holzstatuen, die wir uns ansehen. Weiter geht es dann auf der Straße Richtung Nida. Nach einiger Zeit kommen wir an einem Wald vorbei, in dem unendlich viele Kormorane nisten. Ab hier führt uns ein Neuangelegter Fahrradweg weiter zu unserm Ziel. Ein paar kurze Steigungen machen uns allerdings das Fahrradleben ziemlich schwer.
Zwischen dem Ort Preila und Nida sehen wir viele Autos mit Warnblinkern und denken an einen schlimmen Unfall. Der Grund ist aber ein anderer. Am Straßenrand wühlen Wildschweine mit ihren Frischlingen.
Um 18:30 Uhr erreichen wir unser Hotel Nidas Smilte und sind enttäuscht, gerade nach dem
4-Sterne Hotel in Klaipeda. Es ist ein Hotel mit dem Charme der fünfziger Jahre und sehr einfach. Aber das Zimmer ist sauber, die Dusche ist ok. und nach der Tour sehr erfrischend. Mit uns Übernachten auch Busgäste aus Deutschland im Hotel.
Das Abendessen nehmen in einem Lokal an der Promenade ein, direkt am Haff. Das Essen ist gut, aber auch für litauische Verhältnisse recht teuer. Aber der Blick auf den Bodden entschädigt alles. Ein Gewitterschauer unterbricht den anschließenden Stadtgang und bringt uns ins nächste Lokal. Bei Bier, Knofibrot und Live-Musik (Gitarre und Gesang) vertreiben wir uns die Zeit, bis der Regen aufhört. Unseren Dünenbesuch, die 60 m hohe ‘Große Düne’ die etwas außerhalb des Ortes liegt, müssen wir in die Dämmerstunde verschieben. Von der Düne haben wir eine tolle Aussicht über den Ort und die Landschaft. Im Dunkeln geht es dann wieder in den Ort zurück. Den nächsten Schauer wettern wir im Ort in einer Kneipe ab. Schlummertrunk.

Skulptur auf dem Hexenberg

Kurische Nehrung
Ein Höhepunkt jeder Litauenreise ist ein Besuch der Kurischen Nehrung. Wind und Meeresströmungen haben diese 98 km lange und stellenweise nur 400 m breite Landzunge geformt. Mit ihren weißen, bis zu 60 m hohen Sanddünen, fand das Naturphänomen Aufnahme in die Liste des Weltnaturerbes der UNESCO. Die Nehrung trennt das Kurische Haff von der Ostsee. Wenigstens fünfzehn Dörfer wurden zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert für immer vom stetig rieselnden Sand der Nehrung zugeweht mitsamt ihren Friedhöfen und Brunnen. Doch für einige Künstler, Naturfreunde und Wissenschaftler war es ein „Paradies aus Sand“ und später folgten ihnen Badelustige und Sonnenanbeter. Thomas Mann kam erstmals 1929 und verbrachte drei Sommer hier. Sein Ferienhaus, das „Thomas-Mann-Haus“, ist in Nida (Nidden) zu besichtigen. Neben Nidden wurden in der Vorkriegszeit die Dörfer Preil (lit. Preila), Perwelk (Pervalka) und Schwarzort ( Juodkrante) zu beliebten Feriendomizilen, die heute mit viel Engagement den Anschluß an die touristische Entwicklung betreiben.
Hexenberg
Eine der schönsten alten Dünen von Joudkrante (Schwarzort) trägt den Namen ‚Hexenberg‘. Hier stehen etwa 80 kunstvoll geschnitzte Eichenholzskulpturen aus dem Märchen und Fabelwesen.. Es ist ein Geschenk der Laienkünstler an Joudkrante.

Tag 04
Fischerhaus

Fischerhaus in Nidden

Um 07:00 Uhr ist wecken. Nach dem Frühstücksbuffet sehen wir uns noch mal den Ort Nida mit seinen schönen Häusern und Gärten an. Leider ist das Museum noch geschlossen. Schade, hätten wir uns gern angesehen, aber die Zeit drängt. Am Ende des Ortes liegt das Thomas-Mann Haus, das wir uns noch ansehen. Es liegt auf dem Schwiegermutterberg. Von hier aus hat man einen Superblick auf den Bodden.
Am Shop, unten an der Straße, erstehen wir noch einen Kurenwimpel und dann geht weiter zu unserem 75 km entfernen Ziel, Palanga.
Der Weg führt uns zurück über den neuen Fahrradweg nach Joudkrante. Mittagspause mit Bier, Selters und einem Fleischspieß vom Birkenholzgrill. Sehr lecker. Die Sonne sticht.
Nach der Pause geht es weiter in Richtung Klaipeda. Von vorn zieht eine blaue Gewitterfront auf. Wir schaffen noch ein Stück, aber dann erwischt uns ein Schauer und wir müssen unsere Regenjacken rausholen. Regen bis kurz vor der Fähre nach Klaipeda. Nach dem Übersetzen geht es über Klaipeda nach Palanga. Zuerst fahren wir auf einer Nebenstraße (Asphalt), parallel zur Küste. Es geht gut voran. 15 km vor Palanga geht es auf einen Waldweg, der wegen dem vorhergegangenen Regen, ziemlich aufgeweicht ist und deshalb schwer zu fahren ist. Kräftiger Wind von vorn! In dem Ort Nemirseta (Nimmersatt), der bis 1945 der nördlichste Punkt des Deutschen Reiches war, kommen wir wieder auf eine Asphaltstraße die uns direkt in den Badeort Palanga führt. Ankunft gegen 19:15 Uhr. Dank des mitgelieferten Stadtplanes finden wir das Hotel Alanga ziemlich schnell. Es ist ein neu erbautes Hotel. Wir bekommen ein großes Zimmer mit schöner Einrichtung. Die Fahrräder können wir im Hotel abstellen.
Palanga ist ein Tourismus- und Badeort und ein einziger Kirmes. Die Straße Basanaviciaus ist links und rechts mit Ständen, Buden, Cafés und Restaurants gesäumt und endet an der langen Seebrücke. Wir essen erst mal und bummeln dann die Straße entlang und genießen noch
diverse Leckereien und Drink‘s.

4. Tag: Nidden - Palanga
Zunächst Rückfahrt auf dem gleichen Wege nach Klaipeda. Anschließend auf Nebenstrecken nach Palanga (Strand, Bernsteinmuseum).
Übernachtung in Palanga
Hotel Alanga

Tages km

Wetter

Temperatur

82

unterschiedlich bewölkt, vereinzelt Schauer

23° C

Karte Nehrung

Streckenführung 3. und 4. Tag

Thomas Mann Haus Kneipe

Thomas-Mann Haus

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Restaurant in Palanga

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Sebrücke

Seebrücke Palanga